Feiern als Rockstar und zurück in die Geschichte
Nach 2 1/2 starken Wochen im Norden und Süden des Landes, schloss sich in der vergangenen Woche "Halloween" an. Ich hätte nie gedacht, dass das hier so ausgiebig und mit einer solchen Begeisterung gefeiert wird... Denn auf dem Plan, ich spreche vom Büro bei Siemens, stand ein Wettbewerb. Ein Wettbewerb,welche Abteilung ihre "Zone" am besten, ausgefallensten und schlicht am schönsten dekoriert. Zeit dafür war die gesamte letzte Woche, bevor die Kinder der Angestellten am Donnerstag darüber entschieden, wer schlussendlich gewinnen sollte. Dieses Jahr fand der Wettbewerb zum ersten Mal statt und wurde, wie man auf den Fotos sehen kann, dankend angenommen. Die gesamte Woche über wurde dekoriert, an Ideen gefeilt und manchmal auch in der Arbeitszeit fleissig dekoriert, gebastelt, geschnitten....:-) Unsere Abteilung hatte sich als Thema "Das Meer" ausgesucht. Mein Beitrag war ein Leuchtturm, der mir angesichts meiner sonst eher beschränkten künstlerischen Fertigkeiten ganz gut gelungen ist. Natürlich muss man ja immer Flagge zeigen, weshalb auch die Aufschrift "Hamburgo, Alemania" nicht fehlen durfte! Auch ein Schiff haben ein Kollege und ich gebaut, aus dem später die ganzen Süssigkeiten für die Kinder fielen. Das Endresultat sah wirklich wie eine Unterwasserwelt aus. Nebem dem gabs noch die verschiedensten Ideen. Direkt neben uns gabs das "Piratenschiff" die alles im Stile Pirates of the Caribean hatten. Ausserdem gab es "Den Wald", mit Bergen, ner Palme in der Mitte, Lianen, Tieren..... den "Karneval von Baranquilla", "Die Bank", "Die Superhelden" etc.... Beim Karneval von Baranquilla gabs am Tag der Entscheidung typische Musik, etwas Tanz, typisches Essen und Videos im Hintergrund. Ausserdem haben sich die Kollegen in die typischen Verkleidungen des Karnevals geworfen.... lustig. Der Karneval von Baranquilla ist sehr bekannt und nach Rio der zweitgrösste in Lateinamerika. Auch da wird für 4 Tage nur gefeiert, getanzt, getrunken... Als dann endlich die Kinden kamen um alle Abteilungen zu begutachten (was übrigens eine sehr geile Idee ist, da die Kinder der Angestellten mit einzubeziehen) haben die "Superhelden" z.B. mit Trompeten gewartet und ne Show hingelegt und jemanden engagiert der Pantomieme performed hat. Kein Wunder, dass derartiges Entertainment am Ende auch gewonnen hat (wir dahingegen, haben einen Präsentkorb gewonnen). Alles in allem war das wirklich eine lustige, spassige, künstlerische Woche...
Am Wochenende standen dann die Halloween Parties auf dem Programm. Auch hier musste ich staunen. Es waren weder Taxis, noch leere Busse zu bekommen- die Stadt war voll von verkleideten Leuten! Um Punkt 10 standen wir am Freitag vor einem Club und die Strassen waren voll von Leuten in den verschiedensten Kostümen, also die Strassen waren wirklich voll.... von dem "Guerilla" Kostüm (FARC) bis zur Diskokugel war alles dabei. Ich selbst ging als Rockstar und hatte mir als Vorbild zuvor die Frontsänger von "Good Charlotte" und "Greenday" angeschaut. Schwarzes Haarspray gabs leider nicht, deswegen habe ich rot nehmen müssen. Die Arme waren voll von Tattoos, eins unterm Ohr, die Totenkopfkrawatte, schwarz unter den Augen, Stachelarmband und Gürtel, schwarzes Hemd ganz weit hochgekrempelt und fertig... Im Club ging dann irgendwann das Dach auf und auf der Bar gabs ne Show von zwei Artisten. Erst als wir den Club verliessen und ich um ca. 4 Uhr vom Stadtzentrum bis zu meiner Wohnung 45 Minuten laufen musste, habe ich dieses Land zum ersten Mal verflucht! Wirklich verflucht... Ich hatte sowas von überhaupt keine Lust nach Hause zu laufen und wollte mich einfach in ein Taxi setzen- die gabs aber auf Grund der Fülle von Leuten nicht! Also ging ich, wohl oder übel, fluchend den Weg nach Hause um morgens in einem roten Kopfkissen aufzuwachen...
Sonntags gings schon um 08 (!) Uhr frühs zum Fussball mit Siemens- son Schei..., nur 1:1 und meine Bilanz heisst: verpasste Torchance und gelb-rote Karte nach 80 Minuten. Was soll das auch, die deutschen mit ihrem aggressivem Spiel...:-)
Anschliessend gings 3 Stunden in ein altes Dorf, ein Pueblo namens "Villa de Leyva". In Kolumbien sehr bekannt und touristisch viel besucht, denn ganz in der Nähe fand der Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier statt. Auf den Bildern könnt ihr vielleicht erkennen, dass die Gassen, die Häuser, recht alt und gut erhalten sind. Das nennt man "kolumbianischen Kolonialstil"- ein wirklich schönes Städtchen mit viel Atmosphäre.
Am nächsten Tag, Montag war hier Feiertag, ging es mal wieder via "Cabalgata" (zu Pferd) durch die Gegend und die schöne Landschaft. In der Nähe liegen einige Attraktionen, wie eine Straussenfarm, ein Museum wo Dinosaurierfossilien gefunden wurden, blaue Lagunen und einen Ort, an dem ein alter Indianerkalender liegt (wie ganz viele kleine Obeliske, die, angestrahlt durch die Sonne, einen verschieden grossen Schatten geworfen haben, mit denen die Indianer Jahreszeit und Tag deuten konnten). Highlight war die Straussenfarm, auf der der ganze Zuchtprozess erklärt wurde, einschliesslich "anfassen und füttern". Das Fossilienmuseum hat mich nicht interessiert und beim Indianerkalender hats auch nicht für nen Foto gerreicht. Was wirklich Spass gemacht hat, war der Ritt durch die Landschaft, die Berge im Hintergrund und durch die Gassen von Villa de Leyva. Dazu der vom Pferdeinhaber verordnete, für die Region typische, "Sombrero" und die Lederhosen zum Schutz gegen Reibung, Schmutz und Schweiss des Pferdes. Man muss ja auch mal ein bissschen "Cowboy" spielen können...
Fotos: Die Alben "Halloween Siemens", "Halloween Fiesta" und "Villa de Leyva"
Am Wochenende standen dann die Halloween Parties auf dem Programm. Auch hier musste ich staunen. Es waren weder Taxis, noch leere Busse zu bekommen- die Stadt war voll von verkleideten Leuten! Um Punkt 10 standen wir am Freitag vor einem Club und die Strassen waren voll von Leuten in den verschiedensten Kostümen, also die Strassen waren wirklich voll.... von dem "Guerilla" Kostüm (FARC) bis zur Diskokugel war alles dabei. Ich selbst ging als Rockstar und hatte mir als Vorbild zuvor die Frontsänger von "Good Charlotte" und "Greenday" angeschaut. Schwarzes Haarspray gabs leider nicht, deswegen habe ich rot nehmen müssen. Die Arme waren voll von Tattoos, eins unterm Ohr, die Totenkopfkrawatte, schwarz unter den Augen, Stachelarmband und Gürtel, schwarzes Hemd ganz weit hochgekrempelt und fertig... Im Club ging dann irgendwann das Dach auf und auf der Bar gabs ne Show von zwei Artisten. Erst als wir den Club verliessen und ich um ca. 4 Uhr vom Stadtzentrum bis zu meiner Wohnung 45 Minuten laufen musste, habe ich dieses Land zum ersten Mal verflucht! Wirklich verflucht... Ich hatte sowas von überhaupt keine Lust nach Hause zu laufen und wollte mich einfach in ein Taxi setzen- die gabs aber auf Grund der Fülle von Leuten nicht! Also ging ich, wohl oder übel, fluchend den Weg nach Hause um morgens in einem roten Kopfkissen aufzuwachen...
Sonntags gings schon um 08 (!) Uhr frühs zum Fussball mit Siemens- son Schei..., nur 1:1 und meine Bilanz heisst: verpasste Torchance und gelb-rote Karte nach 80 Minuten. Was soll das auch, die deutschen mit ihrem aggressivem Spiel...:-)
Anschliessend gings 3 Stunden in ein altes Dorf, ein Pueblo namens "Villa de Leyva". In Kolumbien sehr bekannt und touristisch viel besucht, denn ganz in der Nähe fand der Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier statt. Auf den Bildern könnt ihr vielleicht erkennen, dass die Gassen, die Häuser, recht alt und gut erhalten sind. Das nennt man "kolumbianischen Kolonialstil"- ein wirklich schönes Städtchen mit viel Atmosphäre.
Am nächsten Tag, Montag war hier Feiertag, ging es mal wieder via "Cabalgata" (zu Pferd) durch die Gegend und die schöne Landschaft. In der Nähe liegen einige Attraktionen, wie eine Straussenfarm, ein Museum wo Dinosaurierfossilien gefunden wurden, blaue Lagunen und einen Ort, an dem ein alter Indianerkalender liegt (wie ganz viele kleine Obeliske, die, angestrahlt durch die Sonne, einen verschieden grossen Schatten geworfen haben, mit denen die Indianer Jahreszeit und Tag deuten konnten). Highlight war die Straussenfarm, auf der der ganze Zuchtprozess erklärt wurde, einschliesslich "anfassen und füttern". Das Fossilienmuseum hat mich nicht interessiert und beim Indianerkalender hats auch nicht für nen Foto gerreicht. Was wirklich Spass gemacht hat, war der Ritt durch die Landschaft, die Berge im Hintergrund und durch die Gassen von Villa de Leyva. Dazu der vom Pferdeinhaber verordnete, für die Region typische, "Sombrero" und die Lederhosen zum Schutz gegen Reibung, Schmutz und Schweiss des Pferdes. Man muss ja auch mal ein bissschen "Cowboy" spielen können...
Fotos: Die Alben "Halloween Siemens", "Halloween Fiesta" und "Villa de Leyva"
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